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Preise und Kalkulation für Hausmeisterdienste
Vom Selbstkostensatz über das Abrechnungsmodell bis zum Angebot: Preise entstehen aus den eigenen Zahlen, nicht aus Marktgerüchten.
Kurz gesagt
Der Preis eines Hausmeisterdienstes entsteht aus seinen Selbstkosten: Unternehmerlohn, Löhne, Fahrzeug, Versicherungen, Werkzeug und Büro, geteilt durch die Stunden, die sich im Jahr tatsächlich abrechnen lassen, plus Gewinnaufschlag und Umsatzsteuer. Eine amtliche Erhebung zu Stundensätzen der Branche gibt es nicht – wer eine Marktspanne nennt, rät. Dieser Hub zeigt den Rechenweg, den Vertragsaufbau und das Angebot, mit dem du den Preis begründest.
Woraus ein Preis besteht
Viele Hausmeisterdienste setzen ihren Stundensatz nach dem Gefühl, was „man so nimmt“. Das Problem: Die Zahl, die dabei herauskommt, hat nichts mit dem eigenen Betrieb zu tun. Ob ein Stundensatz trägt, entscheidet sich an vier Größen, die du alle selbst kennst oder kennen solltest:
- Was du verdienen willst. Der Unternehmerlohn ist kein Rest, der übrig bleibt, sondern der erste Posten der Kalkulation.
- Was der Betrieb kostet. Löhne und Lohnnebenkosten für Mitarbeitende und Minijobber, Fahrzeug, Betriebshaftpflicht und andere Versicherungen, Werkzeug, Verbrauchsmaterial, Büro, Software, Steuerberatung.
- Wie viele Stunden du abrechnen kannst. Nicht 52 Wochen mal 40 Stunden – Urlaub, Feiertage, Krankheit, Fahrzeiten, Angebote schreiben, Telefonate und Büro gehen ab. Was bleibt, sind die verrechenbaren Stunden, und nur auf sie verteilen sich alle Kosten.
- Was als Gewinn bleiben soll. Der Aufschlag auf die Selbstkosten finanziert Rücklagen, Investitionen und schlechte Monate.
Daraus folgt die Reihenfolge, in der dieser Hub gebaut ist: erst der Selbstkostensatz, dann das Abrechnungsmodell je Objekt, dann Vertrag und Angebot.
Warum hier keine Stundensatz-Spanne steht
Für Hausmeisterdienste gibt es keine belegbare Preiserhebung: Das Statistische Bundesamt führt für die Branche Umsatz und Zahl der Unternehmen, aber keine Stundensätze oder Monatspauschalen; ein Verband mit veröffentlichter Preisstatistik existiert nicht. Die Spannen, die im Netz kursieren, stammen von Vermittlungsportalen und Softwareanbietern, die daran verdienen, dass eine Zahl genannt wird. Marktspannen nennen wir deshalb nicht – dein Preis entsteht aus deinen Kosten, und genau die rechnet der Stundensatz-Rechner durch.
Die Seiten dieses Hubs
Vom Stundensatz zur Monatspauschale
Die meisten Objekte werden nicht nach Stunden, sondern mit einer Monatspauschale abgerechnet. Das ändert an der Kalkulation nichts: Die Pauschale ist der Stundensatz mal die Stunden, die das Leistungsverzeichnis des Objekts im Monat tatsächlich braucht – Treppenhausreinigung, Kontrollgänge, Mülltonnen, Außenanlage, Winterdienst-Bereitschaft. Wer die Stunden je Objekt nicht geschätzt, sondern über ein paar Monate erfasst hat, kann die Pauschale begründen und bei der nächsten Anpassung belegen.
Welche Kosten der Vermieter davon auf die Mieter umlegen darf, ist eine andere Frage – sie betrifft die Betriebskostenabrechnung, nicht deinen Preis. Die Rechtslage nach § 2 Nr. 14 BetrKV steht unter Hausmeisterkosten umlagefähig?.
Lohnkosten gehören in den Preis, nicht daneben
Wer Minijobber je Objekt beschäftigt, hat je Aushilfe Lohn plus Pauschalabgaben, Umlagen und Unfallversicherung zu tragen. Diese Vollkosten gehören in den Posten „Lohnkosten Mitarbeitende“ des Rechners, und die Stunden der Aushilfen zählen zu den verrechenbaren Stunden dazu. Was ein Minijobber den Betrieb mit den Werten 2026 und 2027 wirklich kostet, rechnet der Minijob-Rechner.
Dieser Abschnitt gibt den Stand unserer Recherche wieder und ist keine Rechtsberatung. Er ersetzt keine Prüfung des Einzelfalls; verbindliche Auskunft gibt eine Rechtsanwältin oder ein Rechtsanwalt. Genannte Gerichtsentscheidungen sind Einzelfälle.
Stand: 7. Oktober 2026 · Wir aktualisieren diese Seite, wenn sich die Rechtslage oder die Datenlage ändert.
Häufige Fragen
Was ist ein angemessener Stundensatz für einen Hausmeister?
Der, der die Selbstkosten des Betriebs deckt und den gewünschten Gewinn enthält – das ist für jeden Betrieb eine andere Zahl. Eine amtliche Statistik zu Stundensätzen von Hausmeisterdiensten existiert nicht; Spannen aus dem Netz stammen von Vermittlern und Softwareanbietern. Der Stundensatz-Rechner leitet die Zahl aus deinen Kosten her.
Muss ich auf meinen Stundensatz Umsatzsteuer aufschlagen?
Ja, wenn du umsatzsteuerpflichtig bist: Der Regelsteuersatz beträgt laut § 12 Abs. 1 UStG 19 Prozent der Bemessungsgrundlage. Kleinunternehmer nach § 19 UStG weisen keine Umsatzsteuer aus – und dürfen dafür auch keine Vorsteuer aus Fahrzeug, Werkzeug oder Material abziehen. Ob die Kleinunternehmerregelung für dich günstig ist, klärt die Steuerberatung.
Pauschale oder Stundenabrechnung – was ist besser?
Für wiederkehrende Regelleistungen an einem Objekt die Pauschale, für Reparaturen und Zusatzaufträge die Stundenabrechnung auf Nachweis. Die meisten Verträge kombinieren beides. Die Abwägung steht unter Pauschale oder Stunden?.
Gibt es eine Vorlage für einen Hausmeistervertrag zum Herunterladen?
Nicht auf dieser Website. Ein Vertrag, der nicht zum Objekt passt, schadet mehr als er nützt – die Seite Hausmeistervertrag und Leistungsverzeichnis erklärt stattdessen, welche Bausteine hineingehören und welche Normen dahinterstehen.
Quellen
Diese Seite stützt sich auf die folgenden Quellen. Alle Angaben wurden zum Zeitpunkt der Veröffentlichung gegen den dort dokumentierten Stand geprüft.
- § 12 UStG, Steuersätze — amtliche Fassung
https://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__12.html - § 19 UStG, Besteuerung der Kleinunternehmer — amtliche Fassung
https://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__19.html - § 2 Nr. 14 Betriebskostenverordnung (BetrKV), Kosten für den Hauswart — amtliche Fassung
https://www.gesetze-im-internet.de/betrkv/__2.html
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